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Sie suchen nach Stellen als Prüfsachverständige:r für die Teilabnahmeprüfung in der Leit- und Sicherungstechnik (LST)? Dann befinden Sie sich in einem hochspezialisierten und verantwortungsvollen Berufsfeld, das eine zentrale Säule für die Sicherheit und Zuverlässigkeit des Schienenverkehrs darstellt. Diese Experten sind die unabhängige Instanz, die sicherstellt, dass neu errichtete oder modernisierte Signal-, Sicherungs- und Zugleitsysteme den strengen gesetzlichen und technischen Vorschriften entsprechen, bevor sie in Betrieb genommen werden. Typischerweise umfasst diese Rolle die eigenverantwortliche Planung, Durchführung und Dokumentation von Teilabnahmeprüfungen. Dabei werden komplexe LST-Anlagen wie Stellwerke, Zugbeeinflussungssysteme (z.B. ETCS), Gleisfreimeldeanlagen oder Bahnübergangssicherungen abschnittsweise und funktionsbezogen geprüft. Prüfsachverständige arbeiten eng mit Bauleitungen, Planungsbüros und Herstellern zusammen, koordinieren Prüfabläufe und leiten oft ein Team von Prüfassistenten fachlich an. Sie sind die technische Autorität vor Ort, bewerten Abweichungen von den Plänen und Normen, fordern bei Mängeln Nachbesserungen ein und erteilen letztlich die Freigabe für die nächste Bauphase oder die Inbetriebnahme. Neben der Prüftätigkeit gehören häufig auch die Mitwirkung an der Zertifizierung von neuem Personal, die Erstellung von Prüfkonzepten und die fachliche Beratung in Projekten zu den Aufgaben. Die Anforderungen an Kandidaten für solche Stellen sind dementsprechend hoch. Ein abgeschlossenes technisches Hochschulstudium, idealerweise in Elektrotechnik, Kommunikationstechnik oder Automatisierungstechnik, ist Standard. Alternativ werden oft langjährige einschlägige Berufserfahrung in Kombination mit einer Meister- oder Technikerqualifikation anerkannt. Die formale Anerkennung als Prüfsachverständige:r durch die Eisenbahnaufsichtsbehörde (in Deutschland z.B. durch das Eisenbahn-Bundesamt) ist eine zwingende Voraussetzung für die Ausübung dieser Tätigkeit. Mehrjährige praktische Erfahrung in der Planung, Installation oder Instandhaltung von Leit- und Sicherungstechnik ist unerlässlich. Zu den geforderten Schlüsselkompetenzen zählen ein profundes Fachwissen in elektrischen und sicherheitskritischen Bahnsystemen, ein ausgeprägtes analytisches und lösungsorientiertes Denken sowie hohe Kommunikations- und Durchsetzungsfähigkeit. Da Prüfungen oft im laufenden Bahnbetrieb oder während spezieller Sperrpausen (z.B. nachts, an Wochenenden) stattfinden, sind Flexibilität, Belastbarkeit und Bereitschaft zu unregelmäßigen Arbeitszeiten typisch. Ein Führerschein ist für die Anreise zu verschiedenen Baustellen und Einsatzorten meist erforderlich. Stellen als Prüfsachverständige:r für LST-Teilabnahmeprüfungen bieten eine einzigartige Schnittstellenposition mit großer Eigenverantwortung. Fachkräfte in diesem Beruf tragen direkt zur technischen Sicherheit von Millionen Fahrgästen bei und sind gefragte Spezialisten bei Bahninfrastrukturbetreibern, Ingenieurbüros und Beratungsunternehmen. Wenn Sie nach einer herausfordernden Tätigkeit mit hohem gesellschaftlichem Nutzen suchen, sind Sie in diesem Beruf genau richtig.
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