Stellen Sie sich eine Zukunft vor, in der Elektromobilität und nachhaltige Energieversorgung auf hochmoderner Materialwissenschaft basieren. Als Doktorandin oder Doktorand im Bereich Isolationsmaterialien für elektrische Antriebe sind Sie die treibende Kraft für genau diese Innovation. Diese interdisziplinäre Promotionsstelle verbindet tiefgehende Materialforschung mit angewandter Elektrotechnik und zielt darauf ab, die nächste Generation elektrischer Maschinen und Leistungselektronik sicherer, effizienter und langlebiger zu machen. Stellen in diesem faszinierenden Feld bieten die einzigartige Gelegenheit, an der Schnittstelle von Wissenschaft und industrieller Anwendung zu forschen und einen wesentlichen Beitrag zur Energiewende und Mobilität der Zukunft zu leisten. Im Zentrum dieser Promotion steht die Erforschung und Entwicklung von elektrischen Isolationssystemen. Diese Materialien sind das unsichtbare, aber lebenswichtige Rückgrat jedes Hochvoltsystems, ob in Elektrofahrzeugen, Windkraftanlagen oder industriellen Antrieben. Ihre primäre Aufgabe ist es, die elektrische Isolationsfähigkeit unter extremen Bedingungen wie hohen Betriebsspannungen, steilen Spannungsanstiegen und erhöhten Temperaturen zu gewährleisten und zu verbessern. Typische Verantwortlichkeiten umfassen die Konzeption und den Aufbau von Testmustern, die Durchführung umfangreicher experimenteller Untersuchungen im Labor sowie die Entwicklung physikalisch basierter Modelle zur Vorhersage der Materialalterung und Systemlebensdauer. Sie erforschen die grundlegenden Ausfallmechanismen auf mikroskopischer Ebene, um daraus makroskopische Lebensdauermodelle abzuleiten, die für die Produktentwicklung unerlässlich sind. Die Arbeit ist stark forschungsorientiert und erfordert ein breites Spektrum an Fähigkeiten. Dazu gehören fundierte Kenntnisse in der Charakterisierung von Materialien, beispielsweise durch elektrische Messungen wie Teilentladungsanalysen oder dielektrische Spektroskopie, sowie in analytischen Methoden zur Untersuchung der Materialdegradation. Auf der Modellierungsseite sind Erfahrungen mit Simulationswerkzeugen, etwa der Finite-Elemente-Methode (FEM) für elektrische oder thermische Feldberechnungen, von großem Vorteil. Ein erfolgreicher Kandidat bringt in der Regel ein exzellent abgeschlossenes Hochschulstudium in Elektrotechnik, Physik, Werkstoffwissenschaften oder einer verwandten Disziplin mit. Neben dem technischen Know-how sind analytisches Denkvermögen, eine strukturierte und eigenverantwortliche Arbeitsweise sowie die Fähigkeit, komplexe Forschungsergebnisse klar zu kommunizieren, entscheidend für den Erfolg in dieser Rolle. Absolventen, die sich für Stellen als Doktorand in diesem Bereich interessieren, sollten eine Leidenschaft für praxisnahe Grundlagenforschung und die Lösung komplexer technischer Herausforderungen mitbringen. Sie arbeiten oft eng mit Betreuern an Universitäten und erfahrenen Ingenieuren in der Industrie zusammen und tragen direkt dazu bei, die Zuverlässigkeit und Leistungsfähigkeit elektrischer Antriebssysteme von morgen zu definieren. Diese Promotion ist somit nicht nur eine akademische Qualifikation, sondern ein Karrieresprungbrett in die führende Forschung und Entwicklung zukunftskritischer Technologien.